Es mag sein, dass bei den Führungsqualitäten anderer, z. B. bei denen von Vorgesetzten, Verbesserungsbedarf besteht. Aber führen wir uns selbst? Führen wir unsere Gedanken? Haben wir die Hoheit über unsere Gefühle? Entscheiden wir, wer in unserem näheren Umfeld sein darf? Oder lassen wir beispielsweise zu, dass die Gedanken und Gefühle anderer zu unseren werden? Analysieren wir die Gedanken anderer, analysieren wir ihre Ängste und lassen sie nicht zu unseren werden? Ihre Bedürftigkeit, die seit Kindertagen an ihnen haftet? Erkennen wir, wenn sie uns benutzen, um sich besser zu fühlen? Oder sind wir dadurch geschwächt und wundern uns? Haben wir die Führungskompetenz, uns selbst so zu führen, dass wir dies durchschauen? Haben wir die Führungskompetenz, uns so zu führen, dass wir uns von anderen trennen, die uns schwächen? Oder lassen wir uns von unserer eigenen unbewussten Bedürftigkeit führen, die ebenfalls seit Kindertagen an uns haftet? Die wir nicht ablegen, obwohl wir sie eigentlich nicht mehr brauchen?

Wir sollten aufhören, uns über die Führungsschwäche anderer zu beklagen, und stattdessen uns selbst stark und nachhaltig führen. Damit könnten wir auch anderen helfen, in ihre (Führungs-)Stärke zu kommen. Auch wenn dies vielleicht bedeutet, dass wir sie allein lassen müssen, damit ihnen das überhaupt gelingen kann.